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Eine Stadt an der Westkueste - New Plymouth

Nach Wellington wollte ich wieder nach Norden fahren zurueck nach Whitianga.
New Plymouth an der Westkueste kam mir dabei ganz gelegen.
Die Hauptattraktion ist dort wohl der riesige Berg. Allerdings wollte ich keine Wanderungen alleine machen. Ich habe so gut wie keine Erfahrung und auf diesem Berg sind schon einige Menschen gestorben.
Ich "begnuegte" mich also mit einer Radfahrt am Strand entlang. Desweiteren besichtigte ich einen wunderschoenen Park den Tag zuvor.
Das Fahrrad lieh ich mir von meinem Hostel aus. Und dieses Hostel war definitiv und unbestritten das Schoenste, in dem ich bisher gewesen bin. Sauber. Klein. Huebsch. Familiaer.
Das gab von mir erstmal fuenf Sterne auf TripAdvisor :D.


mein ganzes Gepaeck ^^
















 




Kunst, Wasserfaelle und leckeres Essen - Wellington















Zugegeben, das Hostel in Wellington war furchtbar. Dafuer besichtigten wir eines der tollsten Museen in Neuseeland und bestiegen Mount Victoria. Zudem besitzt Wellington etwas Kuenstlerisches und Eigentuemliches, welches Auckland meiner Meinung nach fehlt.


Ich spring aus einem Flugzeug


Ja, das musste sein Mutti :D Abgesprungen sind wir von 12.000 ft.

Ich kann dabei Jedem nur einen Skydive/ Fallschirmsprung empfehlen.
Dieses Gefuehl, wenn der Typ hinter dir sagt, du sollst dich an den Rand der offenen Flufzeugstuer setzen.
Dieses Gefuehl, wenn du nur die kilometerweite Leere unter dir siehst.
Dieses Gefuehl jeglichen Halt zu verlieren, wenn der Andere aufeinmal abspringt und dich mit nach unten zerrt.

Es war einfach ein unbeschreibliches Erlebniss, dass ich nie vergessen werde.



Huka Falls - Taupo

Man muss schon sagen, dass die Huka Falls einen sehr schoenen Eindruck machen. Allerdings finde ich ersten Bilder zu Beginn der kleinen Wanderung eigentlich noch eindrucksvoller als die Wasserfaelle an sich.
Nach sechs Kilometer waren wir relativ genervt und muede. Hatten wir einen Tag zuvor doch das Tongariro Crossing gemacht.
Wir versuchten es also auf dem Rueckweg mit Hitchhiken. Das stellte sich leider nicht so einfach dar.
Doch zum Glueck nahmen uns letztendlich drei aeltere Damen mit.
Sie zeigten uns sogar das Haus und den Garten der Queen! Diese besitzt naemlich ganz in der Naehe der Huka Falls eine Art Residenz.











Tongariro Alpine Crossing

Nachdem wir Rotorua hinter uns gelassen hatten, ging es weiter nach Taupo.
Etwas abseits der Stadt befindet sich eine der schoensten Ein-Tages-Wanderung in Neuseeland. Oder zumindest sagt man das.
Aber ueberzeugt euch selbst.
Auf einer Laenge von knapp 20 Kilometern geht es dabei auf fast 1900 Meter hinauf.
Vorbei geht man dabei an aktiven Vulkanen und sieht einmal, wie rutschig es sein kann, nur auf Magmagestein zu laufen.

Es gibt uebrigens auch noch zusaetzliche Wanderungen.
So kann man beispielsweise auf den Mount Ngauruhoe.
Allerdings war das Angelika und mir dann doch eine Spur zu extrem.
Die zuvor gelesenen Prospekte stuften die Wanderung zu diesem aktiven Vulkan als eindeutig sehr gefaehrlich ein.
Mir persoenlich war schon der Weg von dem "Red Crater" zu den "Emerald Lakes" genug.


Fuer mehr Informationen klickt hier: Quelle
Tongariro Alpine Crossing profile.














Mein schlimmster Moment in Neuseeland



An dieser Stelle moechte ich einmal zu einem ganz anderen Thema kommen. Wie ihr wisst habe ich bisher viele Eindruecke und Bilder mit euch geteilt. All die tollen Momente, die meinen Neuseelandaufenthalt zu dem Abenteuer gemacht haben, dass es ist.
Doch an dieser Stelle soll es einmal um etwas Anderes gehen.
Bestimmt kennt ihr sie. Die ganzen Reiseblogger die sagen, dass immer alles toll und perfekt ist.
Aber wisst ihr was? Das ist gelogen.
Zumindest waere es fuer mich eine Luege, zu sagen, dass hier immer alles gut und schoen ist.

Ich habe etwas gezoegert, diese Geschichte zu erzaehlen. Da ich vorallem meiner Familie nicht unnoetig Sorgen machen wollte.
Aber wie ich bereits gesagt habe, moechte ich diesen Blog so realitaetsnah wie moeglich halten.


Als ich mit Angelika in Rotorua war, machten wir einen Spaziergang um die Stadt herum. Der Hostelbesitzer hatte uns diesen Weg empfohlen.
Wir liefen durch einen Park mit Geysiren. Der Nebel war an manchen Stellen schon sehr dicht und auch der Geruch war alles andere als schoen.
Deshalb gingen Angelika und ich, nachdem wir unsere Beine in die kostenlosen Hot Pools im Park gehalten hatten, schnell weiter. 

Danach gelangten wir zu einem Weg direkt neben dem Wasser. Trotz des sehr kalten und regnerischen Wetters waren hier und da Leute zu sehen. Wir entdeckten einen riesen Haufen frei laufender Gaense. 
Ab einem bestimmten Punkt zweigte der Weg zu einem Pfad in einen weiteren Park ab.
Zirka zehn Meter in den Waldabschnitt hinein gegangen, hoerten wir eine Gruppe von Kerlen etwas rufen. Ich glaube, sie spielten irgendetwas auf dem Rasen. 
Wir drehten daraufhin lieber wieder um. 

Der Nebel. Der Regen. Die ploetzliche Stille des aufeinmal menschenleeren Pfads bereiteten uns Sorgen.
Wir wollten nichts Dummes tun und irgendwas riskieren. Angelika und ich hatten gehoert, dass Rotorua nicht die sicherste Stadt ist.

Wir drehten also um. Vorbei an der Gaenseschar den Weg zurueck ins Stadtzentrum fuhr ploetzlich ein Auto an uns vorbei.
Im Wagen befanden sich drei Kerle. Der Eine hatte das Fenster runter gekurbelt und starrte Angelika eindringlich in die Augen. 
Wie die Katze der Maus. 
Das Auto fuhr weiter.
Unsere Schritte wurden etwas schneller und wir waren beunruhigt.
Warum hatte der so geklotzt? Was bedeutete das?
Wir kamen an eine Stelle, an der sich der Weg aufgabelte. Das Auto war geradeaus gefahren. Angelika und ich nahmen die entgegengesetzte Richtung des Wagens und bogen nach links. Wir liefen auf einer Art gruenen Insel in der Mitte der Strasse.  

Aufeinmal lenkte das Auto um und fuhr wieder zurueck.
Spaetestens an dieser Stelle bekamen wir es mit der Angst zu tun.
Wir liefen schneller, Irgendetwas sagte uns ganz eindeutig: Gefahr! Gefahr! Gefahr!
Innerhalb von gefuehlt einer Sekunde begann mein Herz zu rasen und Adrenalin in meine Beine zu pumpen. Ich wollte nur noch rennen. Hatte aber Angst, dass es sie nur noch mehr anstachelte.
Aufeinmal tauchte das Auto, das umgelenkt hatte, wieder auf.
Es fuhr rechts neben uns vorbei. 
RECHTS. In Neuseeland ist Linksverkehr, demnach befanden sie sich auf der falschen Seite. Das realisierte ich aber erst viel spaeter.

In diesem Moment hatten wir keine Zeit darueber nachzudenken.
Das Auto ueberholte uns und hielt dann gut zehn Meter entfernt fast an. 
Dann beschleunigte es ganz langsam und fuhr wieder weiter.
Uns gingen hundert Gedanken aufeinmal durch den Kopf. 
Das Stadtzentrum war mindestens einen Kilometer entfernt. Viel zu weit. Die wuerden uns schon nach der Haelfte einfangen. Das waere fuer die Maenner ein Kinderspiel. 
Wir sahen zwei Menschen in etwas 200 Meter Entfernung. Aber das war auch nicht nah genug.
Angelika und ich mussten irgendwo reingehen und uns verstecken. Das war das Einzige, an das ich in diesem Moment dachte.

Wir befanden uns etwas abseits, weshalb es hier fast keine Geschaefte gab.
Doch zum Glueck, entdeckten wir auf der linken Strassenseite doch eins. Es war so eine Art Spa-Massage-Center.
Angelika und ich rannten hinein.
Drinnen angelangt vertrauten wir uns zwei aelteren Frauen an und hofften, sie wuerden uns vielleicht mit ihrem Auto ins Hostel zurueck nehmen.
Doch die warteten nicht lange und erzaehlten der Frau an der Rezeption alles.
Die verstaendigte sofort die Polizei.

Danach durften wir einige Fragen am Telefon beantworten.
Die Mitarbeiter hielten weiterhin Ausschau nach dem Wagen, waehrend die Polizei versuchte, so viele Infortmationen wie moeglich aus uns zu quetschen. Ich fuehlte mich allerdings nur benebelt und war wie vor den Kopf getreten.
Waehrend wir warteten, fuhr das Auto noch mindesten zweimal die Strasse entlang.
Und da wurde selbst den anderen Leuten klar: Die waren auf der Suche nach uns!
Die Polizei notierte sich so gut es ging alle Informationen. Und wir durften so lange dort bleiben. 
Am Ende nahm uns dann eine Mitarbeiterin mit ihrem Wagen in unser Hostel zurueck.

Zusammengefasst kann man sagen, dass wir nochmal davon gekommen sind. Vielleicht ist es fuer Andere schwer zu verstehen, wie wir uns gefuehlt haben.
Doch Niemand kann sagen, was passiert waere, wenn wir kein Geschaeft gefunden haetten.
Waeren die drei Kerle wieder nur an uns vorbei gefahren oder beim naechsten Mal sogar ausgestiegen?
Sicherlich besteht die Moeglichkeit, dass sie uns nur aergern wollten.
Allerdings bin ich Jemand, der gerne auf sein Bauchgefuehl hoert. Und Angelika und mein Bauchgefuehl sagen uns ganz eindeutig, dass die Situation sehr gefaerhlich war.

Demnach: Passt auf wenn ihr auf die Strasse geht. Egal wie sicher eine Gegend oder ein Land ist. Es besteht immer ein Risiko.
Und nur als Information am Rande: Wir hatten nichts Aufreizendes an, dass sie haette provozieren koennen. Wir beide trugen lange Hosen und Regenjacken.

An dieser Stelle verabschiede ich mich

Cheers