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Soll ich Work and Travel machen? Passt das zu mir?

Ich bins mal wieder.

Ob ihrs glaubt oder nicht: Ich habe jetzt wirklich einen Job. Nach dem ersten Probearbeiten wurde ich gleich gefragt, ob ich am übernächsten Tag wiederkommen möchte.
Insgesamt bin ich jetzt einfach so froh  wie alles gekommen ist.
Ich werde dieses Jahr Weihnachten und Silvester mit meinen Freunden in Whitianga verbringen.
Wahrscheinlich werden wir uns dann am Abend alle zusammen an den Strand setzen und Zeit zusammen verbringen.
Ich könnte mir kaum etwas Schöneres vorstellen. Und ich bin einfach so glücklich. Über die Freundschaften, die ich in meiner Zeit hier bisher geschlossen habe.

Natürlich kann Work and Travel auch ganz anders ablaufen. Es gibt diese Momente. Jene Augenblicke in denen man sich fragt, was man sich nur dabei gedacht hat, Work and Travel zu machen.
Doch die positiven Momente überwiegen immer.
Bei mir zumindest.

Das hier soll jetzt mein kleiner Appell an die Leute sein, die sich unschlüssig sind, ob sie W&T ausprobieren sollen.
Meine Antwort: Tut es!
All eure Sorgen und Ängste die ihr am Anfang hattet, werden sich so gut wie in Luft auflösen. Und ihr werdet sehen, wie einfach alles ist!

Ihr werdet nicht allein sein. Stattdessen werdet ihr auf euer Reise viele tolle Menschen treffen, die genau wie ihr, auf der Suche nach neuen Bekanntschaften sind.

Ihr werdet nicht ohne Bett für die Nacht dastehen. Ok vielleicht doch :D.
Aber das ist dann auch kein Weltuntergang.
Dann zeltet ihr halt, übernachtet bei einem Couchsurfer oder verbringt die Stunden auf einer Parkbank :D. Alles halb so wild.
Wenns nicht geradeaus geht, dann eben im Zick Zack. Früher oder später kommt man immer ans Ziel ;). Und wie ich bereits mal sagte: Die ungeplanten Momente sind immer die Besten.

Mir ist schon klar, dass Work and Travel nicht für alle etwas ist.

Wenn Jemand schon bei dem Gedanken mit dem Kopf schüttelt, dann ist das OK.
Ich würde mir aber wünschen, dass mein Post vielleicht Diejenigen zum Nachdenken angeregt hat, die noch mit der Idee spielen.

Theresa xx


Jobsuche

Man sollte doch meinen, dass die Jobsuche in einem Touristenort wie Whitianga nicht allzu schwer ist.
Die Hauptsaison steht bevor und mit jeder Woche kommen immer mehr Kiwis, die hier Urlaub machen möchten.
Im Sommer steigt die Anzahl von 4000 auf 40.000 Einwohner an.

Also hatte ich mir nicht wirklich Sorgen gemacht, Probleme mit dem Finden eines Jobs zu bekommen.
Sämtlichen Geschäften, Supermärkten, Cafes und Restaurants gab ich meinen CV. 
Selbst der Laundry. 
Ich habe sogar eine Nummer am schwarzen Brett angerufen, wo ein Ehepaar nach Jemanden suchte, der ein paar Mal im Monat auf ihren Puddel aufpassen sollte.
Allen Chefs erzählte ich das Gleiche: Kundenerfahrung habe ich, aber leider keine als Kellner. Interesse bestünde diese zu erlernen und ich besäße die Bereitsschaft lange zu arbeiten.

Einige von diesen Leuten versprachen mir hoch und heilig, sich aufjedenfall zu melden.

Die Bilanz:
Drei Wochen später hat mich nur eine einzige Person zurück gerufen. 
Und auch das passierte nur wegen eines Missverständnisses bezüglich meiner Arbeitszeitmöglichkeit.
Einen zweiten Rückruf bekam ich nach nochmaligem Drängeln meinerseits.
Auf einen Anderen warte ich bis heute noch.
Und das obwohl mir die Kellnerin doch versichert hatte, dass sie genau wüsste, wie ich mich in meiner Situation gerade fühle!?

Zurück blieb bei mir nur eine Mischung aus Wut und Traurigkeit. 
Also keinen Job für mich in Whitianga?

Aber Neuseeland wäre nicht Neuseeland, wenn hier nicht alles über Beziehungen laufen würde.
Der Bekannte eines Bekannten kennt den Eigentümer des Restaurants, dass hier nächste Woche ein neues Cafe eröffnen will.
Also ging ich auf sein Drängen hin Donnerstag Abend nochmal zu diesem Restaurant. Und tatsächlich.
Dieselben Besitzer, welche mir vor zwei Wochen noch abgesagt hatten, machten mit mir gleich einen Termin zum Probearbeiten aus.
Niemand wollte meinen Lebenslauf haben.
Es wurde eine Zeit vereinbart und da soll ich dann nächste Woche kommen. Jetzt darf beim Arbeiten nur nichts schief laufen.

As simple as it is.
Ein kurzer Augenblick und die Sorgen und Probleme der letzten Tage waren dahin.
Für mich war es aber eine riesen Veränderung, da ich jetzt kurz vor Weihnachten nicht mehr weiterreisen muss und nach einem nicht ausgebuchten Hostel zu suchen brauche.                                                                                                                                                                          
Schon komisch wie das Leben hier läuft.
Eins habe ich aber gelernt: Ohne Beziehungen ist es 1000mal schwerer, an Jobs in Neuseeland zu gelangen.

Theresa 

Coromandel Town, Kauri Bäume und Autos












An meinem freien Tag habe ich diese Woche einen kleinen Ausflug unternommen.
Ich bin mit Dan (einem Kiwi von hier) nach Coromandel Town gefahren. Da er ein Auto hat, war es nicht allzu schwer, dort hinzukommen.

Coromandel Town ist ein winziges Örtchen nördlich von Whitianga.
Dort haben wir neben einem Wasserfall auch Jahrhunderte alte Kauri Bäume besichtigt.
Unglücklicherweise hat es an diesem Tag geregnet.
Oder vielleicht sollte ich lieber sagen zum Glück?
Denn bis auf eine Schulklasse, die dort einen Ausflug hinmachte, war so gut wie Niemand da.

Was ich besonders schön an Neuseeland finde, ist, dass die Wanderwege überall kostenlos sind. (Zumindest was ich bereits gesehen habe.)
Einfach weil es die Kiwis nicht anders kennen. Sie sind an die atemberaubenden Landschaften überall gewöhnt.

Kein Eintritt also.
Dafür eine Menge Bilder, die euch hoffentlich genauso gut gefallen wie mir.